Sicario
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Sicario

Nach einem exzessiven und grellen Monatsauftakt ging es bei heimkino. diesen Mittwoch kühl und kalkuliert weiter. „Sicario“ von Denis Villeneuve erzählt davon, wie schnell sich moralische Prinzipien auflösen, wenn sie mit der blanken Realität konfrontiert werden. Das Monatsthema „Uppers and Downers“ wird damit um eine entscheidende Perspektive erweitert – weg vom subjektiven Erleben des Rausches hin zu den gewaltsamen Strukturen, die ihn überhaupt erst möglich machen.

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Fear and Loathing in Las Vegas
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Fear and Loathing in Las Vegas

Manche Filme versteht man und manche Filme erlebt man. „Fear and Loathing in Las Vegas“ von Terry Gilliam gehört unbestreitbar zur zweiten Kategorie. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Hunter S. Thompson entsteht ein audiovisuelles Delirium, das nicht nur die Wahrnehmung seiner Figuren zerlegt, sondern auch die des Publikums. Als Auftakt des April bei heimkino. zum Thema „Uppers and Downers“ begibt sich der Film direkt in das Zentrum des Drogenrausches und zieht seine Zuschauer hinein in eine Welt, in der Logik, Zeitgefühl und Realität zunehmend ihre Bedeutung verlieren.

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„Uppers and Downers“ - April 2026
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„Uppers and Downers“ - April 2026

Im April wird heimkino. zum Tripsitter: Unter dem Monatsthema „Uppers and Downers“ begibt sich das Programm diesen Monat auf eine Reise durch Rauschzustände, Abstürze und alles dazwischen. Fünf Filme, fünf sehr unterschiedliche Perspektiven auf Drogen – mal ekstatisch, mal erschütternd, mal beiläufig im Alltag verankert. Die Filme im April erzählen von Sehnsucht, Kontrollverlust und Grenzerfahrungen. Der Kinosaal ist der perfekte Ort, um diese Zustände gemeinsam zu durchleben, mit genügend Abstand zur Realität, aber nah genug, um ihre Wirkung zu spüren.

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Apocalypse Now
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Apocalypse Now

Der Vietnamkrieg von 1955 bis 1975 gehört zu den schrecklichsten Kapiteln der modernen amerikanischen Geschichte. Seit den späten 1970er-Jahren versuchen Filmemacher, die Bilder dieses Krieges zu begreifen: das undurchdringliche Grün des Dschungels, das Dröhnen der Hubschrauber, die moralische Orientierungslosigkeit. Zwischen genau diesen Motiven bewegt sich Francis Ford Coppolas „Apocalypse Now“, welchen heimkino im Final Cut gezeigt hat. Dieses monumentale Werk hat das März-Programm zum Thema „Journey into Darkness“ eröffnet und zieht das Publikum mit hinab in die dunklen Abgründe des Krieges.

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„Journey into Darkness“ - März 2026
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„Journey into Darkness“ - März 2026

Das Düstere und Mysteriöse übt seit Jahrhunderten eine besondere Faszination auf den Menschen aus. In Mythen, Literatur und Kunst begegnen wir immer wieder Geschichten von Reisen ins Unbekannte – von Abstiegen in Unterwelten, Expeditionen an die Grenzen der Welt oder Begegnungen mit dem, was sich rational nicht vollständig erklären lässt. Genau diesen Geschichten widmet sich heimkino.köln im März unter dem Thema „Journey into Darkness“. Dunkelheit erscheint dabei nicht ausschließlich als Bedrohung, sondern als Raum der Veränderung.

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Crank
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Crank

Mit „Crank“ schufen Mark Neveldine und Brian Taylor 2006 ein Action-Spektakel, das nicht nur durch sein Tempo, sondern gleichsam durch seine radikale Inszenierung provoziert. Der Film ist ein wilder Ritt durch Los Angeles und eine künstlerische Abrechnung mit dem klassischen Actionkino. Bei heimkino.köln gliedert sich der Film in den Februar zum Thema „Poetry in High Speed“ ein und bringt das Monatsprogramm zum Abschluss.

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Mad Max: Fury Road
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Mad Max: Fury Road

Schon die ersten Sekunden machen klar: Dieser Film kennt kein Zögern. George Millers „Mad Max: Fury Road“ explodiert förmlich in Bewegung. Motoren heulen auf, Bilder rasen, der Rhythmus treibt unerbittlich nach vorn. Genau um diese Art von Dynamik geht es diesen Februar bei heimkino unter dem Thema „Poetry in Highspeed“. „Mad Max: Fury Road“ ist ein Paradebeispiel dafür, wie Geschwindigkeit zur filmischen Sprache wird, um die gesamte Erzählung zu tragen.

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„Poetry in High Speed“ - Februar 2026
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„Poetry in High Speed“ - Februar 2026

Stillstand ist keine Option. Wenn Kino beschleunigt, bleibt keine Zeit zum Durchatmen: Bilder jagen nach vorn, der Sound treibt den Puls, der Schnitt übernimmt das Kommando. Geschwindigkeit wird zum Gefühl, zur körperlichen Erfahrung und manchmal zur Poesie. Genau hier setzt heimkino im Februar 2026 an. Unter dem Oberthema „Poetry in High Speed“ geht es um Filme, die nicht nur schnell sind, sondern Tempo selbst zum Erzähler machen.

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Die Liebenden von Pont-Neuf
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Die Liebenden von Pont-Neuf

Was passiert, wenn Liebe zur Katastrophe wird? Auch wenn es der Titel anmuten lässt, ist Leos Carax’ „Die Liebenden von Pont-Neuf“ kein romantischer Film. Was hier erzählt wird, ist keine Geschichte von Heilung oder Erlösung, sondern eine Studie über Liebe als zerstörerische Kraft. Im Rahmen des Januars bei heimkino.köln zum Thema „A Breath in the Universe“ macht der Film deutlich, wie schmal die Grenze zwischen Liebe und Wahnsinn ist und wie schnell menschliche Verbindungen in existenzielle Abgründe führen können.

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Certified Copy
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Certified Copy

Zwei Menschen, ein Aufeinandertreffen, eine gemeinsame Geschichte – eine alltägliche Begegnung entwickelt sich zu etwas weitaus Größerem. Genau diese kleinen, aber bedeutsamen Momente sind es, denen sich heimkino im Januar zum Thema „A Breath in the Universe“ widmen möchte. Den Auftakt machte vergangenen Mittwoch „Certified Copy“ von Abbas Kiarostami. Ein elegantes Gedankenspiel, das sich als romantisches Drama tarnt, während es schleichend, aber konsequent grundlegende Fragen nach Identität, Nähe und Wahrhaftigkeit stellt.

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„A Breath in the Universe“ - Januar 2026
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„A Breath in the Universe“ - Januar 2026

Unser Universum ist rund 14 Milliarden Jahre alt. Der moderne Mensch existiert seit schätzungsweise 300 000 Jahren und ein einzelnes Menschenleben von durchschnittlich 80 Jahren ist im Zusammenhang dieses riesigen Kosmos wohl kaum mehr als ein Atemzug. Wie viele Milliarden Sterne mussten explodieren und wie viele Zufälle passieren, damit das eigene Leben nun ausgerechnet in seiner jetzigen Form existiert? Damit setzt sich heimkino im Januar unter dem Motto „A Breath in the Universe“ auseinander.

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The Royal Tenenbaums
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The Royal Tenenbaums

Es gibt Filme, die sich anfühlen, als würde man in fremden Erinnerungen blättern. Wes Andersons „The Royal Tenenbaums“ ist ein solcher Film: präzise arrangiert, eigenwillig im Ton und von einer stillen, seltsam warmherzigen Melancholie durchzogen, die sich langsam aber sicher in die Herzen des Publikums schleicht. Passender könnte der Abschluss des Dezembers zum Thema „Family Ties“ bei heimkino nicht sein.

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„Family Ties“ - Dezember 2025
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„Family Ties“ - Dezember 2025

Wenn sich das Jahr dem Ende neigt, beginnt auch die Saison der sentimentalen Filmklassiker – jener Geschichten, in denen Konflikte magisch verschwinden und Familien selig vereint unter dem Weihnachtsbaum sitzen. Doch so stimmungsvoll dieses Ideal auch sein mag, ist es meist weit entfernt vom echten Leben. Genau hier setzt das diesjährige Dezember-Programm von heimkino unter dem Motto „Family Ties“ an: Statt die gängigen Harmoniebilder zu wiederholen, widmet sich der Monat dem, was Familie wirklich ausmacht – Nähe und Distanz, Liebe und Frust, Geborgenheit und Überforderung, Verwurzelung und Brüche.

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Beyond the Infinite Two Minutes
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Beyond the Infinite Two Minutes

Es gibt Filme, die lautstark verkünden, wie groß ihre Vision ist – und es gibt jene seltenen Werke, die mit einer unscheinbaren Idee eine ganze Filmwelt in Erstaunen versetzen. „Beyond the Infinite Two Minutes“ von Junta Yamaguchi gehört zweifellos zur zweiten Sorte. Gedreht in einem kleinen Café in Kyoto, entfaltet der Film eine Zeitreisegeschichte, die so verspielt wie präzise und so alltäglich wie kosmisch wirkt.

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Donnie Darko
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Donnie Darko

Als „Donnie Darko“ im Jahr 2001 in die Kinos kam, tat er das unter ungünstigen Vorzeichen: ein düsterer Film mit einem Flugzeugunglück nur wenige Wochen nach 9/11 – die Öffentlichkeit war kaum bereit dafür. Der Film war ein Kassen-Flop und doch hat er sich mehr als zwei Jahrzehnte später zu einem echten Kultfilm entwickelt und gilt heute als einer der prägendsten Independentfilme seiner Ära. Im heimkino-November zum Thema „Out of Time“ zeigte sich, warum der Film bis heute fasziniert.

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Back to the Future
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Back to the Future

Vierzig Jahre sind vergangen, seit „Zurück in die Zukunft“ erstmals über die Kinoleinwände flimmerte. Passend zum Jubiläum lief der Film am 5. November, genau dem Tag, an dem Marty in die Vergangenheit reist, bei heimkino unter dem Monatsthema „Out of Time“. „Zurück in die Zukunft“ ist nicht nur eines der prägendsten Werke der Kinogeschichte, sondern auch ein Reflexion des ewigen menschlichen Wunsches, Vergangenheit und Zukunft zu beherrschen.

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„Out of Time“ - November 2025
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„Out of Time“ - November 2025

Zeit. Eine Uhr zeigt sie an, ein Kalender teilt sie ein, und doch scheint sie manchmal stehenzubleiben, sich zu dehnen oder rückwärts zu laufen. Sie ist allgegenwärtig – und gleichzeitig unbegreiflich. Schon Albert Einstein sagte: „Zeit ist relativ.“ Im November widmet sich heimkino-Köln diesem schwer fassbaren Phänomen. Unter dem Titel „Out of Time“ werden vier Filme gezeigt, die sich auf ganz unterschiedliche Weise damit auseinandersetzen.

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Parasite
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Parasite

Als Regisseur Bong Joon Ho 2019 mit „Parasite“ die Filmwelt erschütterte, schien der Triumph vollständig: die Goldene Palme in Cannes und vier Oscars. Ein Werk, das sich zwischen Sozialdrama, Thriller und bitterer Komödie bewegt – präzise wie ein Skalpell, brutal ehrlich in seiner Beobachtung gesellschaftlicher Widersprüche. Im Jahr 2020 erschien schließlich die Black & White-Version, die heimkino im Oktober unter dem Motto „It Stains in the Family“ erstmals in Köln im Kino zeigte.

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