„Uppers and Downers“ - April 2026

Im April wird heimkino. zum Tripsitter: Unter dem Monatsthema „Uppers and Downers“ begibt sich das Programm diesen Monat auf eine Reise durch Rauschzustände, Abstürze und alles dazwischen. Fünf Filme, fünf sehr unterschiedliche Perspektiven auf Drogen – mal ekstatisch, mal erschütternd, mal beiläufig im Alltag verankert. Die Filme im April erzählen von Sehnsucht, Kontrollverlust und Grenzerfahrungen. Der Kinosaal ist der perfekte Ort, um diese Zustände gemeinsam zu durchleben, mit genügend Abstand zur Realität, aber nah genug, um ihre Wirkung zu spüren.

Das Projekt heimkino. besteht seit Februar 2024 in Zusammenarbeit der flugmodus GmbH mit dem Kino CINENOVA in Köln Ehrenfeld. „Mit unserem Projekt möchten wir für die Community von Film- und Kinoliebhaber*innen ein Zuhause schaffen. Im Rahmen dieser Reihe bringen wir jeden Mittwoch Filmklassiker und unbekannte Meisterwerke auf die Leinwand zurück. Ein Monat widmet sich immer einem gemeinsamen Oberthema. Dadurch möchten wir dem Publikum unterschiedliche Filmperspektiven zum selben Thema anbieten, gemeinsam Antworten finden und neue Fragen stellen.“ Was mit einem kleinen Publikum begann, hat sich inzwischen zu einem Treffpunkt für Filmfans aus Köln und Umgebung entwickelt. Jedes Monatsprogramm ist mit Liebe zum Detail zusammengestellt.

„Fear and Loathing in Las Vegas“ © Turbine Medien

Das April-Programm hat Rami Eiserfey aus dem heimkino.-Team kuratiert. (Rami ist der, der immer unsere total tollen Meme-Mondays auf Instagram zusammenstellt.) Zu den Hintergründen seines Monats erzählt er: „Mir ist aufgefallen, dass viele meiner Lieblingsfilme im weitesten Sinne etwas mit dem Thema Drogen zu tun haben. Und wie so oft liegen dabei Freud und Leid sehr nah beieinander. Daher auch der Titel des Monats. Aus ein großes High folgt meist ein tiefes Down.“

Den Auftakt macht „Fear and Loathing in Las Vegas“ von Terry Gilliam. Auf einem fiebrigen Trip durch die Wüste Nevadas irgendwo zwischen Satire und Albtraum verschwimmen Realität und Halluzination zunehmend. Ganz anders geht es weiter mit Denis Villeneuves „Sicario“, der sich weniger auf den Rausch als auf die Systeme dahinter konzentriert: Drogen als geopolitische Machtstruktur, als Geschäft, als Krieg. Mit „Dazed and Confused“ von Richard Linklater wird der Ton etwas leichter und bringt die Nostalgie der 1970er auf die Leinwand. An ihrem letzten Schultag sucht eine Gruppe Teenager zwischen Joints und Bier nach Zugehörigkeit. Auf diese Leichtigkeit folgt unweigerlich die Kehrseite: Darren Aronofskys „Requiem for a Dream“ ist ein schonungsloser Blick auf Abhängigkeit und Selbstzerstörung. Den Abschluss bildet das Herzstück des Monats: „Enter the Void“ von Gaspar Noé. Zwischen Neonlichtern und spirituellen Grenzerfahrungen entfaltet sich ein audiovisueller Trip, der die Wahrnehmung ins Zentrum rückt.

„Sicario“ © StudioCanal

„Gute Filme über Drogen zeigen den Rausch so, wie er ist, ohne ihn zu beschönigen, aber auch ohne erhobenen Zeigefinger. Wenn es keinen Reiz hätte, würde niemand konsumieren. Aber wenn es nicht so gefährlich wäre, würden auch nicht so viele Menschen daran zugrunde gehen.“

Genau diese Ambivalenz war für die Kuratierung entscheidend. Jeder Film im April zeigt eine andere Wahrheit über das Thema – keine davon vollständig oder absolut, aber zusammen ergeben sie ein vielschichtiges Bild. „Uppers and Downers“ zeigt Drogen im Film als Zustand, als Machtmittel und als gesellschaftliche Realität. Jeder Mittwoch steht für eine andere Facette: das Hoch, der Absturz, die Struktur dahinter, die Erinnerung daran und schließlich das völlige Auflösen von Grenzen. So entsteht über den Monat hinweg eine Bewegung durch unterschiedliche Perspektiven, Stimmungen und Intensitäten.

„Requiem for a Dream“ © D.R.

Die Spielzeiten für den April 2026 bei heimkino. sind wie folgt:

01.04.  „Fear and Loathing in Las Vegas“

08.04.  „Sicario“

15.04. „Dazed and Confused“

22.04. „Requiem for a Dream“

29.04. „Enter the Void“

Die Vorstellungen starten jeweils um 20 Uhr. Tickets gibt es auf der CINENOVA-Website. Weitere Infos und Gewinnspiele für Freikarten sind auf dem heimkino.-Instagram zu finden.

Mit „Uppers and Downers“ lädt heimkino. im April zu einem Monat ein, der zwischen Unterhaltung und Abgrund pendelt. Gerade weil das Thema Extreme berührt, wird das gemeinsame Schauen zum entscheidenden Teil der Erfahrung. Die Filme sind intensiv, manchmal verstörend, oft überraschend komisch und können im Kinosaal ihre größte Wirkung entfalten. Zwischen grellen Höhenflügen, stillen Momenten und schmerzhaften Abstürzen entsteht ein Spannungsfeld, das das Publikum nicht nur beobachtet, sondern miterlebt oder wie Rami seinen Monat zusammenfasst: „Ein Trip, den wir so schnell nicht vergessen werden.“

„Enter the Void“ © Wild Bunch Distribution

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