“Cinema serves as a constant reminder to us of who we are and what we are made of.”

- Demian Bichir

Die Odyssee
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Die Odyssee

Christopher Nolan ist einer dieser Regisseure, bei denen jeder neue Film automatisch zum Kinoereignis wird. Kaum ein anderer seiner Filme polarisierte bereits Wochen vor Veröffentlichung so stark wie „Die Odyssee“: Während Fans schon anhand des Trailers ein Meisterwerk prophezeiten, wurden Entscheidungen rund um Casting und Inszenierung auf Basis minimaler Informationen zu Tode analysiert und kritisiert. Auf Social Media kam man kaum an diesen Debatten vorbei und daher war es schwer, unvoreingenommen in diesen Film zu gehen.

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Drunken Noodles
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Drunken Noodles

Das zeitgenössische Autorenkino leidet mitunter an einem merkwürdigen Widerspruch: Es behauptet oft, den Alltag abzubilden, strukturiert ihn aber dennoch nach den vertrauten Regeln klassischer Dramaturgie. Filmemacher Lucio Castro geht mit „Drunken Noodles“ einen anderen Weg und interessiert sich für das Ungeordnete im Leben selbst – für Begegnungen ohne Pointe, Erinnerungen ohne Chronologie und Beziehungen, die sich einer eindeutigen Einordnung entziehen.

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Donkey Days
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Donkey Days

Mit ihrem zweiten Langspielfilm legt Regisseurin Rosanne Pel ein Werk vor, das auf erfrischende Weise mit vielen Konventionen und Klischees der deutschen Filmlandschaft bricht. „Donkey Days“ ist schwarze Komödie, absurdes Familiendrama und psychologische Studie zugleich. Vor allem aber ist es ein Film über die Narben, die familiäre Machtverhältnisse und Rollenbilder hinterlassen und über die Frage, ob man sich nach einer langen Zeit des Aushaltens überhaupt noch von ihnen lösen kann.

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Obsession - Du sollst mich lieben
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Obsession - Du sollst mich lieben

Was ist gruseliger als Geister Dämonen und Serienkiller? Richtig! Männer. – Spaß beiseite, natürlich möchte in an dieser Stelle nichts und niemanden verallgemeinern, doch es lässt sich kaum bestreiten, dass viele der erschreckendsten Horrorgeschichten ihren Ursprung nicht im Übernatürlichen, sondern im Menschlichen haben. Genau an diesem Punkt setzt „Obsession - Du sollst mich lieben“, das Spielfilmdebüt von Regisseur Curry Barker, an und was als übernatürliches Phänomen beginnt, entwickelt sich schon bald zu einer beklemmenden Auseinandersetzung mit Besitzansprüchen und emotionaler Abhängigkeit.

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The Death of Robin Hood
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The Death of Robin Hood

Seit Jahrhunderten wird der Gesetzlose Robin Hood in Liedern und Legenden als Volksheld besungen – der Bogenschütze, der den Reichen nimmt und den Armen gibt, ein Rebell mit moralischem Kompass. Mit „The Death of Robin Hood“ hinterfragt Regisseur Michael Sarnoski diese Legende und untersucht, was von einem Helden noch bleibt, wenn seine eigenen Geschichten ihn einholen.

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Disclosure Day
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Disclosure Day

Die Frage nach außerirdischem Leben hat Steven Spielbergs Karriere geprägt wie kaum ein anderes Thema. Mit „Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit“ kehrt er erneut zu jenem Motiv zurück, das bereits Filme wie „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ oder „E.T.“ begleitet hat. Doch statt eines reinen Science-Fiction-Abenteuers präsentiert Spielberg diesmal einen Film, der Verschwörungsthriller, Gesellschaftsdrama und metaphysische Sinnsuche miteinander verbinden möchte. Das Ergebnis ist ein Werk voller Ambitionen, das jedoch nicht immer die emotionale und erzählerische Kraft entwickelt, die seine Prämisse verspricht.

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Masters of the Universe
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Masters of the Universe

Mit „Masters of the Universe“ bringt Regisseur Travis Knight eine der bekanntesten Spielzeug- und Zeichentrickmarken der 1980er-Jahre zurück auf die große Leinwand. Eine erste Realverfilmun gab es bereits 1987, jedoch war diese ein totaler Flop. Die Neuverfilmung steht jetzt vor einer anspruchsvollen Aufgabe: Sie muss die ikonische Fantasywelt von Eternia sowohl für ein neues Publikum als auch für eingefleischte Fans zugänglich machen, ohne dabei die Charakteristiken der Vorlage zu verlieren.

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Love Me Tender
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Love Me Tender

Die Liebe einer Mutter gilt als eines der stärksten und bedingungslosesten Gefühle auf dieser Welt. Doch was, wenn diese Liebe auf einmal durch gesellschaftliche Erwartungen, behördliche Strukturen und tief verankerte Vorurteile infrage gestellt wird? „Love Me Tender“ von Regisseurin Anna Cazenave Cambert nimmt genau diese Ausgangsfrage und entwickelt daraus ein eindringliches und zunehmend beklemmendes Drama, das sich vor allem in seinen stillen Momenten entfaltet.

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American Sweatshop
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American Sweatshop

Irgendwo zwischen Katzenvideos und Nachrichten hat das Internet gelernt, Gewalt und Sensationslust in eine Form von Unterhaltung zu verwandeln. Doch welche Verantwortung trägt man, wenn man genau solche Inhalte konsumiert und ab wann ist man nicht einfach mehr nur Zuschauer sondern moralisch verantwortlich? „American Sweatshop“ von Kamerafrau und Regisseurin Uta Briesewitz stellt genau diese Fragen und bringt eigentlich alles mit, um relevant zu sein und dennoch verpufft dieser Film seltsam kraftlos.

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Rose
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Rose

Vom Blockbuster zum Indie-Film: Trotz ihrer großen internationalen Projekte ist Sandra Hüller längst nicht aus der deutschen Filmlandschaft verschwunden. In Markus Schleinzers drittem Spielfilm „Rose“ verkörpert sie die Titelgebende Hauptrolle und beweist einmal mehr, wie facettenreich sie ist. Statt großer Gesten und glamouröser Kulissen setzt der Film auf Reduktion, innere Spannung und die Kraft einer Figur, die sich ihren Platz in einer feindseligen Welt erkämpfen muss.

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Rosebush Pruning
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Rosebush Pruning

Mit „Rosebush Pruning“ bringt der brasilianische Regisseur Karim Aïnouz ein hypnotisch-verstörendes Werk über familiäre Abhängigkeiten, emotionale Verwahrlosung und die fragile Konstruktion von Identität innerhalb privilegierter Räume auf die Leinwand. Dabei entwickelt der Film eine eigentümliche Sogwirkung: kühl beobachtend, ästhetisch streng und von einer unterschwelligen Grausamkeit durchzogen, die sich langsam, aber unaufhaltsam entfaltet.

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Arco
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Arco

Wie spendet man in aktuellen Zeiten Trost und Hoffnung, ohne die sehr präsenten Krisen unserer Gegenwart zu leugnen? „Arco“, das animierte Spielfilmdebüt von Udo Bienvenu, wagt sich an genau diese Aufgabe und tut dies mit einer erstaunlichen formalen Klarheit und emotionalen Aufrichtigkeit. Statt sich für eine klare dystopische oder utopische Richtung zu entscheiden, bewegt sich der Film in einem Spannungsfeld dazwischen. Der Film erkennt die Brüche unserer Gegenwart an und sucht dennoch nach Bildern, die Hoffnung ermöglichen, ohne naiv zu wirken. Genau darin liegt seine besondere Relevanz.

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Ready or Not 2
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Ready or Not 2

Es gibt Filme, die brauchen keine Fortsetzung. „Ready or Not“ aus 2019 war so einer: klar umrissen, düster und geschlossen. Eine Fortsetzung kann dann eigentlich nur überflüssig sein oder sie muss etwas radikal anderes wagen. Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett entschieden sich für einen Mittelweg, der zwar spaßig, aber wenig innovativ ist: Sie nehmen das bereits bestehende Konzept und seine Struktur und machen einfach alles größer, blutiger und makaberer. Das Ergebnis ist ein Film, der sich zwischen Selbstparodie und ernst gemeintem Horror bewegt, ohne sich je ganz für eine Seite zu entscheiden.

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Das Drama - Noch mal auf Anfang
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Das Drama - Noch mal auf Anfang

Kristoffer Borgli hat sich in den letzten Jahren als scharfer Beobachter moderner Selbstinszenierung etabliert, als ein Regisseur, der seine Figuren mit beinahe klinischer Kälte betrachtet und dabei konsequent ihre Schwächen offenlegt. Mit „Das Drama - Noch mal auf Anfang“ führt er diesen Ansatz weiter und treibt ihn zugleich in eine noch unbequemere, radikalere Richtung. Was zu Beginn wie eine leicht ironische Beziehungsgeschichte wirkt, kippt zunehmend in Beklemmung und entpuppt sich als Psychodrama über Liebe, Moral und die fragile Konstruktion von Identität.

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Is This Thing On?
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Is This Thing On?

Früher haben Männer mit Midlife-Crisis sich Motorräder gekauft, heute machen sie Filme über andere Männer mit Midlife-Crisis. Bradley Cooper hat mal wieder Regie geführt und bringt seinen neuen Film „Is This Thing On?“ als selbstreflexives Drama mit Comedy-Elementen In die Kinos. Dabei wirkt das Projekt wie ein sehr persönlicher Film, der unbedingt etwas über das Älterwerden, verpasste Chancen und männliche Selbstzweifel sagen will. Der Film möchte gleichzeitig schonungslos ehrlich und charmant unterhaltsam sein – am Ende schafft er weder das eine noch das andere.

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Der Astronaut - Project Hail Mary
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Der Astronaut - Project Hail Mary

Ist das der beste Science-Fiction Film seit „Interstellar”? Mit „Der Astronaut - Project Hail Mary“ wagen sich die Regisseure Phil Lord und Christopher Miller an eine der faszinierendsten Science-Fiction-Adaptionen der letzten Jahre. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Andy Weir, dessen vorheriges Werk bereits als „Der Marsianer“ zum Kinohit wurde. Selten war Wissenschaft im Kino so spannend.

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Nouvelle Vague
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Nouvelle Vague

Quentin Tarantino hat diesen Film gleich zweimal im Kino geschaut… „Nouvelle Vague“ von Regisseur Richard Linklater ist eine cinephile Annäherung an einen historischen Moment, in dem sich das Kino grundlegend veränderte. Schon diese Anekdote passt perfekt zum Film selbst: Linklater richtet sich mit „Nouvelle Vague“ ganz bewusst an Menschen, die das Kino nicht nur konsumieren, sondern lieben, studieren und diskutieren. Der Film versteht sich weniger als Filmbiografie, sondern vielmehr als lebendiges Stimmungsbild einer Zeit, in der eine neue Generation begann, das Medium Film radikal neu zu denken.

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The Bride!
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The Bride!

„Here comes the mothef***ing Bride!“ Endlich wieder Female Rage. Dieses Motiv zieht sich wie ein elektrischer Strom durch die Filmgeschichte – von stummem Leiden hin zu explodierender Selbstermächtigung. Lange war weibliche Wut entweder pathologisiert oder romantisiert, selten jedoch als legitime, schöpferische Kraft begriffen worden. In „The Bride!“ katalysiert Regisseurin Maggie Gyllenhaal genau diese weibliche Wut in eine Figur, die historisch zum Schweigen verdammt war: Frankenstein’s Braut.

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