“Cinema serves as a constant reminder to us of who we are and what we are made of.”

- Demian Bichir

Strange River
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Strange River

Das Erwachsenwerden ist ein seltsamer Prozess und viele Filme, die dieses Thema behandeln, erzählen von großen Erkenntnissen und angestrebten Zielen. Jaume Claret Muxarts Langfilmdebüt „Strange River“ verweigert sich genau dieser Bewegung. Sein Film erzählt nicht davon, wie ein junger Mensch genau herausfindet, wer er ist, sondern von den viel diffuseren Momenten davor – von einer Zeit, in der sich etwas grundlegend ändert, ohne dass man es bereits begreifen kann.

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Teenage Sex and Death at Camp Miasma
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Teenage Sex and Death at Camp Miasma

Wir alle haben Filme, die uns in unserer Kindheit nachhaltig geprägt haben und während wir viele davon als Comfort-Filme immer wieder rewatchen, sind andere zu Guilty Pleasures geworden. Gerade weil sie uns etwas geben, das vermeintlich „schlechter Geschmack“ sein soll: Eskapismus, Begehren, Gewalt, Fantasie. Jane Schoenbrun interessiert sich in deren queeren Slasher „Teenage Sex and Death at Camp Miasma“ genau für diese besondere Beziehung zwischen Mensch und Film. Für die Möglichkeit, dass ein Film nicht einfach nur etwas ist, das wir ansehen, sondern ein Ort, in dem wir uns selbst erkennen, verlieren und schließlich neu erfinden können.

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The End of Oak Street
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The End of Oak Street

David Robert Mitchell hat sich mit Filmen wie „It Follows“ und „Under the Silver Lake“ nicht gerade als Regisseur für einfache Unterhaltung einen Namen gemacht. Nun schickt er eine amerikanische Familie samt Einfamilienhaus in deine Welt voller Dinosaurier. Das klingt nach einem ziemlich absurden Karriere-Schlenker – und genau das ist „The End of Oak Street“ auch, aber doch ganz anders als erwartet. Ein Film, der großes Blockbuster-Spektakel mit Mystery, Familienabenteuer und emotionalen Konflikten verbindet und dabei häufig überrascht.

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Sunny Dancer
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Sunny Dancer

Ein Film über krebskranke Jugendliche erweckt in meinem Kopf Bilder von Krankenhausfluren, Tränen und einer Geschichte, in der jeder unbeschwerte Moment zwangsläufig vom Wissen um den Tod überschattet wird. Regisseur George Jaques nimmt diesen Erwartungshorizont und macht beinahe das Gegenteil daraus: Sein „Sunny Dancer“ ist ein Film über Krebs, in dem Krebs erstaunlich selten im Mittelpunkt steht.

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Everytime
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Everytime

Die Sonne geht unter. Ein junges Mädchen stirbt. Und trotzdem wird es morgen wieder hell. Sandra Wollners „Everytime“ erzählt von Trauer und vor allem davon, wie schrecklich es sein kann, dass die Welt sich von ihr nicht beeindrucken lässt. Während für die Hinterbliebenen die Zeit stillzustehen scheint, läuft sie für alle anderen unbeirrt weiter. Genau diesen Widerspruch macht Wollner zum emotionalen Zentrum ihres Films. Wie verändert sich der Blick auf die Welt, wenn ein geliebter Mensch plötzlich fehlt? Was passiert mit Erinnerungen, mit gemeinsamen Zukunftsplänen oder mit Orten, die untrennbar mit einer Person verbunden sind?

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H wie Habicht
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H wie Habicht

Helen Macdonald hat eine Vogel – im wahrsten Sinne des Wortes. In ihrem autobiografischen Bestseller „H wie Habicht“ verarbeitet sie, wie der Habicht Mabel ihr in einer dunklen Lebensphase neuen Mut gab. Memoir, Roman, Naturbeobachtung und Traueressay greifen in diesem Buch so eng ineinander, dass sich die Geschichte kaum auf ihre Handlung reduzieren lässt. Regisseurin Philippa Lowthorpe steht mit ihrer Verfilmung damit vor einer schwierigen Aufgabe: Wie lässt sich Text, dessen größte Stärke nicht das Geschehen selbst, sondern das Denken und Fühlen seiner Autorin ist, in eine filmische Form übersetzen?

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Die Odyssee
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Die Odyssee

Christopher Nolan ist einer dieser Regisseure, bei denen jeder neue Film automatisch zum Kinoereignis wird. Kaum ein anderer seiner Filme polarisierte bereits Wochen vor Veröffentlichung so stark wie „Die Odyssee“: Während Fans schon anhand des Trailers ein Meisterwerk prophezeiten, wurden Entscheidungen rund um Casting und Inszenierung auf Basis minimaler Informationen zu Tode analysiert und kritisiert. Auf Social Media kam man kaum an diesen Debatten vorbei und daher war es schwer, unvoreingenommen in diesen Film zu gehen.

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Drunken Noodles
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Drunken Noodles

Das zeitgenössische Autorenkino leidet mitunter an einem merkwürdigen Widerspruch: Es behauptet oft, den Alltag abzubilden, strukturiert ihn aber dennoch nach den vertrauten Regeln klassischer Dramaturgie. Filmemacher Lucio Castro geht mit „Drunken Noodles“ einen anderen Weg und interessiert sich für das Ungeordnete im Leben selbst – für Begegnungen ohne Pointe, Erinnerungen ohne Chronologie und Beziehungen, die sich einer eindeutigen Einordnung entziehen.

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Donkey Days
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Donkey Days

Mit ihrem zweiten Langspielfilm legt Regisseurin Rosanne Pel ein Werk vor, das auf erfrischende Weise mit vielen Konventionen und Klischees der deutschen Filmlandschaft bricht. „Donkey Days“ ist schwarze Komödie, absurdes Familiendrama und psychologische Studie zugleich. Vor allem aber ist es ein Film über die Narben, die familiäre Machtverhältnisse und Rollenbilder hinterlassen und über die Frage, ob man sich nach einer langen Zeit des Aushaltens überhaupt noch von ihnen lösen kann.

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Obsession - Du sollst mich lieben
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Obsession - Du sollst mich lieben

Was ist gruseliger als Geister Dämonen und Serienkiller? Richtig! Männer. – Spaß beiseite, natürlich möchte in an dieser Stelle nichts und niemanden verallgemeinern, doch es lässt sich kaum bestreiten, dass viele der erschreckendsten Horrorgeschichten ihren Ursprung nicht im Übernatürlichen, sondern im Menschlichen haben. Genau an diesem Punkt setzt „Obsession - Du sollst mich lieben“, das Spielfilmdebüt von Regisseur Curry Barker, an und was als übernatürliches Phänomen beginnt, entwickelt sich schon bald zu einer beklemmenden Auseinandersetzung mit Besitzansprüchen und emotionaler Abhängigkeit.

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The Death of Robin Hood
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The Death of Robin Hood

Seit Jahrhunderten wird der Gesetzlose Robin Hood in Liedern und Legenden als Volksheld besungen – der Bogenschütze, der den Reichen nimmt und den Armen gibt, ein Rebell mit moralischem Kompass. Mit „The Death of Robin Hood“ hinterfragt Regisseur Michael Sarnoski diese Legende und untersucht, was von einem Helden noch bleibt, wenn seine eigenen Geschichten ihn einholen.

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Disclosure Day
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Disclosure Day

Die Frage nach außerirdischem Leben hat Steven Spielbergs Karriere geprägt wie kaum ein anderes Thema. Mit „Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit“ kehrt er erneut zu jenem Motiv zurück, das bereits Filme wie „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ oder „E.T.“ begleitet hat. Doch statt eines reinen Science-Fiction-Abenteuers präsentiert Spielberg diesmal einen Film, der Verschwörungsthriller, Gesellschaftsdrama und metaphysische Sinnsuche miteinander verbinden möchte. Das Ergebnis ist ein Werk voller Ambitionen, das jedoch nicht immer die emotionale und erzählerische Kraft entwickelt, die seine Prämisse verspricht.

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Masters of the Universe
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Masters of the Universe

Mit „Masters of the Universe“ bringt Regisseur Travis Knight eine der bekanntesten Spielzeug- und Zeichentrickmarken der 1980er-Jahre zurück auf die große Leinwand. Eine erste Realverfilmun gab es bereits 1987, jedoch war diese ein totaler Flop. Die Neuverfilmung steht jetzt vor einer anspruchsvollen Aufgabe: Sie muss die ikonische Fantasywelt von Eternia sowohl für ein neues Publikum als auch für eingefleischte Fans zugänglich machen, ohne dabei die Charakteristiken der Vorlage zu verlieren.

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Love Me Tender
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Love Me Tender

Die Liebe einer Mutter gilt als eines der stärksten und bedingungslosesten Gefühle auf dieser Welt. Doch was, wenn diese Liebe auf einmal durch gesellschaftliche Erwartungen, behördliche Strukturen und tief verankerte Vorurteile infrage gestellt wird? „Love Me Tender“ von Regisseurin Anna Cazenave Cambert nimmt genau diese Ausgangsfrage und entwickelt daraus ein eindringliches und zunehmend beklemmendes Drama, das sich vor allem in seinen stillen Momenten entfaltet.

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American Sweatshop
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American Sweatshop

Irgendwo zwischen Katzenvideos und Nachrichten hat das Internet gelernt, Gewalt und Sensationslust in eine Form von Unterhaltung zu verwandeln. Doch welche Verantwortung trägt man, wenn man genau solche Inhalte konsumiert und ab wann ist man nicht einfach mehr nur Zuschauer sondern moralisch verantwortlich? „American Sweatshop“ von Kamerafrau und Regisseurin Uta Briesewitz stellt genau diese Fragen und bringt eigentlich alles mit, um relevant zu sein und dennoch verpufft dieser Film seltsam kraftlos.

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Rose
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Rose

Vom Blockbuster zum Indie-Film: Trotz ihrer großen internationalen Projekte ist Sandra Hüller längst nicht aus der deutschen Filmlandschaft verschwunden. In Markus Schleinzers drittem Spielfilm „Rose“ verkörpert sie die Titelgebende Hauptrolle und beweist einmal mehr, wie facettenreich sie ist. Statt großer Gesten und glamouröser Kulissen setzt der Film auf Reduktion, innere Spannung und die Kraft einer Figur, die sich ihren Platz in einer feindseligen Welt erkämpfen muss.

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Rosebush Pruning
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Rosebush Pruning

Mit „Rosebush Pruning“ bringt der brasilianische Regisseur Karim Aïnouz ein hypnotisch-verstörendes Werk über familiäre Abhängigkeiten, emotionale Verwahrlosung und die fragile Konstruktion von Identität innerhalb privilegierter Räume auf die Leinwand. Dabei entwickelt der Film eine eigentümliche Sogwirkung: kühl beobachtend, ästhetisch streng und von einer unterschwelligen Grausamkeit durchzogen, die sich langsam, aber unaufhaltsam entfaltet.

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Arco
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Arco

Wie spendet man in aktuellen Zeiten Trost und Hoffnung, ohne die sehr präsenten Krisen unserer Gegenwart zu leugnen? „Arco“, das animierte Spielfilmdebüt von Udo Bienvenu, wagt sich an genau diese Aufgabe und tut dies mit einer erstaunlichen formalen Klarheit und emotionalen Aufrichtigkeit. Statt sich für eine klare dystopische oder utopische Richtung zu entscheiden, bewegt sich der Film in einem Spannungsfeld dazwischen. Der Film erkennt die Brüche unserer Gegenwart an und sucht dennoch nach Bildern, die Hoffnung ermöglichen, ohne naiv zu wirken. Genau darin liegt seine besondere Relevanz.

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