“Cinema serves as a constant reminder to us of who we are and what we are made of.”

- Demian Bichir

Sinn und Sinnlichkeit
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Sinn und Sinnlichkeit

Eine so bekannte und beliebte Geschichte wie Jane Austens „Sinn und Sinnlichkeit“ erneut zu verfilmen, ist keine leichte Aufgabe. Doch obwohl Ang Lees Verfilmung von 1995 mit Emma Thompson, Kate Winslet und Alan Rickman längst ihren festen Platz unter den großen romantischen Literaturverfilmungen gefunden hat, beweist Georgia Oakley mit ihrer Neuinterpretation, dass es sich lohnen kann, zu bekannten Stoffen zurückzukehren – mit traumhaften Bildern, großartigen Darstellerinnen und einem feinen Gespür für den Humor der Vorlage.

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Das Ding mit Federn
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Das Ding mit Federn

Trauer lässt sich nur schwer in Worte fassen. Sie ist widersprüchlich, unberechenbar und so universell wie subjektiv. Regisseur Dylan Southern versucht in seinem neuen Film „Das Ding mit Federn“, diesem schwer zu beschreibenden Gefühl eine Gestalt zu geben. Dafür verbindet er ein Familiendrama über Verlust und Überforderung mit Elementen des psychologischen Horrors und einer surreal anmutenden Bildsprache. Doch so vielversprechend dieser Ansatz auch klingt, steht sich der Film letztendlich oft selber im Weg.

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Digger
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Digger

Manchmal reichen schon ein paar Bilder, um große Vorfreude auf einen Film zu erzeugen – so ging es mir mit „Digger“. Alejandro G. Iñárritus neuer Film sah schon in den Teasern nach einem völlig absurden, überdrehten und zweifelsfrei spaßigen Kinoerlebnis aus. Ein grotesker Weltuntergangsfilm mit Tom Cruise als exzentrischen Öl-Milliardär und Sandra Hüller an seiner Seite? Und dazu ein Regisseur, der ohnehin selten Interesse daran hat, sich an konventionelle Erzählformen zu halten? Das klang nach einer Kombination, die für mich eigentlich kaum schief gehen konnte.

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Corpus Delicti
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Corpus Delicti

Eine Gesellschaft, in der niemand krank wird, klingt eigentlich wie eine bestrebenswerte Utopie. Doch was passiert, wenn Gesundheit nicht mehr als Privatsache gilt, sondern zur gesellschaftlichen Pflicht wird? Genau in diesem Spannungsfeld bewegt sich „Corpus Delicti“ und entwirft eine Zukunft, in der Sicherheit ihren Preis hat: die Freiheit des Einzelnen. Dieser neue Film von Regisseurin Lena Stahl lotet aus, was deutsches Kino abseits von Komödien und Fernsehkrimis alles kann.

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Gentle Monster
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Gentle Monster

Ein Monster erkennt man gerne daran, dass es sich wie eines verhält. Es gibt uns Sicherheit, wenn das Böse eideutige Konturen besitzt, wenn sich Schuld von Unschuld klar trennen lässt und ein Mensch anhand seiner Taten klar einzuordnen ist. Marie Kreutzers „Gentle Monster“ zeigt, wie einfach diese scheinbare Ordnung zerbrechen kann. Es ist ein Film über die Unmöglichkeit, einen geliebten Menschen plötzlich neu zu betrachten und über die noch viel quälendere Frage, ob man sich selbst vorwerfen muss, ihn nicht erkannt zu haben.

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Vaterland
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Vaterland

Was bedeutet Heimat noch, wenn man sie verlassen musste? Und was bleibt von einem Land, wenn man nach Jahren des Exils in es zurückkehrt und feststellen muss, dass es zwar noch existiert, aber nicht mehr dasselbe ist wie in der eigenen Erinnerung? Paweł Pawlikowskis „Vaterland“ erzählt von genau diesem inneren Konflikt. Zwischen persönlicher Erinnerung, historischer Schuld und familiären Spannungen entwirft Pawlikowski ein Deutschland, das zugleich vertraut und fremd erscheint. „Vaterland“ ist ein Film über die Unmöglichkeit, einfach dorthin zurückzukehren, wo man einmal zu Hause war.

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Strange River
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Strange River

Das Erwachsenwerden ist ein seltsamer Prozess und viele Filme, die dieses Thema behandeln, erzählen von großen Erkenntnissen und angestrebten Zielen. Jaume Claret Muxarts Langfilmdebüt „Strange River“ verweigert sich genau dieser Bewegung. Sein Film erzählt nicht davon, wie ein junger Mensch genau herausfindet, wer er ist, sondern von den viel diffuseren Momenten davor – von einer Zeit, in der sich etwas grundlegend ändert, ohne dass man es bereits begreifen kann.

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Teenage Sex and Death at Camp Miasma
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Teenage Sex and Death at Camp Miasma

Wir alle haben Filme, die uns in unserer Kindheit nachhaltig geprägt haben und während wir viele davon als Comfort-Filme immer wieder rewatchen, sind andere zu Guilty Pleasures geworden. Gerade weil sie uns etwas geben, das vermeintlich „schlechter Geschmack“ sein soll: Eskapismus, Begehren, Gewalt, Fantasie. Jane Schoenbrun interessiert sich in deren queeren Slasher „Teenage Sex and Death at Camp Miasma“ genau für diese besondere Beziehung zwischen Mensch und Film. Für die Möglichkeit, dass ein Film nicht einfach nur etwas ist, das wir ansehen, sondern ein Ort, in dem wir uns selbst erkennen, verlieren und schließlich neu erfinden können.

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The End of Oak Street
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The End of Oak Street

David Robert Mitchell hat sich mit Filmen wie „It Follows“ und „Under the Silver Lake“ nicht gerade als Regisseur für einfache Unterhaltung einen Namen gemacht. Nun schickt er eine amerikanische Familie samt Einfamilienhaus in deine Welt voller Dinosaurier. Das klingt nach einem ziemlich absurden Karriere-Schlenker – und genau das ist „The End of Oak Street“ auch, aber doch ganz anders als erwartet. Ein Film, der großes Blockbuster-Spektakel mit Mystery, Familienabenteuer und emotionalen Konflikten verbindet und dabei häufig überrascht.

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Sunny Dancer
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Sunny Dancer

Ein Film über krebskranke Jugendliche erweckt in meinem Kopf Bilder von Krankenhausfluren, Tränen und einer Geschichte, in der jeder unbeschwerte Moment zwangsläufig vom Wissen um den Tod überschattet wird. Regisseur George Jaques nimmt diesen Erwartungshorizont und macht beinahe das Gegenteil daraus: Sein „Sunny Dancer“ ist ein Film über Krebs, in dem Krebs erstaunlich selten im Mittelpunkt steht.

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Everytime
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Everytime

Die Sonne geht unter. Ein junges Mädchen stirbt. Und trotzdem wird es morgen wieder hell. Sandra Wollners „Everytime“ erzählt von Trauer und vor allem davon, wie schrecklich es sein kann, dass die Welt sich von ihr nicht beeindrucken lässt. Während für die Hinterbliebenen die Zeit stillzustehen scheint, läuft sie für alle anderen unbeirrt weiter. Genau diesen Widerspruch macht Wollner zum emotionalen Zentrum ihres Films. Wie verändert sich der Blick auf die Welt, wenn ein geliebter Mensch plötzlich fehlt? Was passiert mit Erinnerungen, mit gemeinsamen Zukunftsplänen oder mit Orten, die untrennbar mit einer Person verbunden sind?

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H wie Habicht
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H wie Habicht

Helen Macdonald hat eine Vogel – im wahrsten Sinne des Wortes. In ihrem autobiografischen Bestseller „H wie Habicht“ verarbeitet sie, wie der Habicht Mabel ihr in einer dunklen Lebensphase neuen Mut gab. Memoir, Roman, Naturbeobachtung und Traueressay greifen in diesem Buch so eng ineinander, dass sich die Geschichte kaum auf ihre Handlung reduzieren lässt. Regisseurin Philippa Lowthorpe steht mit ihrer Verfilmung damit vor einer schwierigen Aufgabe: Wie lässt sich Text, dessen größte Stärke nicht das Geschehen selbst, sondern das Denken und Fühlen seiner Autorin ist, in eine filmische Form übersetzen?

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Die Odyssee
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Die Odyssee

Christopher Nolan ist einer dieser Regisseure, bei denen jeder neue Film automatisch zum Kinoereignis wird. Kaum ein anderer seiner Filme polarisierte bereits Wochen vor Veröffentlichung so stark wie „Die Odyssee“: Während Fans schon anhand des Trailers ein Meisterwerk prophezeiten, wurden Entscheidungen rund um Casting und Inszenierung auf Basis minimaler Informationen zu Tode analysiert und kritisiert. Auf Social Media kam man kaum an diesen Debatten vorbei und daher war es schwer, unvoreingenommen in diesen Film zu gehen.

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Drunken Noodles
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Drunken Noodles

Das zeitgenössische Autorenkino leidet mitunter an einem merkwürdigen Widerspruch: Es behauptet oft, den Alltag abzubilden, strukturiert ihn aber dennoch nach den vertrauten Regeln klassischer Dramaturgie. Filmemacher Lucio Castro geht mit „Drunken Noodles“ einen anderen Weg und interessiert sich für das Ungeordnete im Leben selbst – für Begegnungen ohne Pointe, Erinnerungen ohne Chronologie und Beziehungen, die sich einer eindeutigen Einordnung entziehen.

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Donkey Days
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Donkey Days

Mit ihrem zweiten Langspielfilm legt Regisseurin Rosanne Pel ein Werk vor, das auf erfrischende Weise mit vielen Konventionen und Klischees der deutschen Filmlandschaft bricht. „Donkey Days“ ist schwarze Komödie, absurdes Familiendrama und psychologische Studie zugleich. Vor allem aber ist es ein Film über die Narben, die familiäre Machtverhältnisse und Rollenbilder hinterlassen und über die Frage, ob man sich nach einer langen Zeit des Aushaltens überhaupt noch von ihnen lösen kann.

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Obsession - Du sollst mich lieben
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Obsession - Du sollst mich lieben

Was ist gruseliger als Geister Dämonen und Serienkiller? Richtig! Männer. – Spaß beiseite, natürlich möchte in an dieser Stelle nichts und niemanden verallgemeinern, doch es lässt sich kaum bestreiten, dass viele der erschreckendsten Horrorgeschichten ihren Ursprung nicht im Übernatürlichen, sondern im Menschlichen haben. Genau an diesem Punkt setzt „Obsession - Du sollst mich lieben“, das Spielfilmdebüt von Regisseur Curry Barker, an und was als übernatürliches Phänomen beginnt, entwickelt sich schon bald zu einer beklemmenden Auseinandersetzung mit Besitzansprüchen und emotionaler Abhängigkeit.

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The Death of Robin Hood
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The Death of Robin Hood

Seit Jahrhunderten wird der Gesetzlose Robin Hood in Liedern und Legenden als Volksheld besungen – der Bogenschütze, der den Reichen nimmt und den Armen gibt, ein Rebell mit moralischem Kompass. Mit „The Death of Robin Hood“ hinterfragt Regisseur Michael Sarnoski diese Legende und untersucht, was von einem Helden noch bleibt, wenn seine eigenen Geschichten ihn einholen.

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Disclosure Day
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Disclosure Day

Die Frage nach außerirdischem Leben hat Steven Spielbergs Karriere geprägt wie kaum ein anderes Thema. Mit „Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit“ kehrt er erneut zu jenem Motiv zurück, das bereits Filme wie „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ oder „E.T.“ begleitet hat. Doch statt eines reinen Science-Fiction-Abenteuers präsentiert Spielberg diesmal einen Film, der Verschwörungsthriller, Gesellschaftsdrama und metaphysische Sinnsuche miteinander verbinden möchte. Das Ergebnis ist ein Werk voller Ambitionen, das jedoch nicht immer die emotionale und erzählerische Kraft entwickelt, die seine Prämisse verspricht.

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