Requiem for a Dream
Wenn man einen Film sehr gut findet, möchte man ihn häufig irgendwann ein zweites Mal schauen – „Requiem for a Dream“ war eines meiner intensivsten Kinoerlebnisse und ich möchte ihn nie wieder sehen. Darren Aronofskys filmischer Fiebertraum ist eine emotionale Grenzerfahrung, die sich tief ins Gedächtnis einprägt. In seiner Inszenierung verweigert sich der Film jeder Form von Komfort: Er zwingt dazu, hinzusehen und auszuhalten. Dabei zieht er sein Publikum immer tiefer in einen Strudel aus falscher Hoffnung, Obsession und völliger Selbstzerstörung.
Sicario
Nach einem exzessiven und grellen Monatsauftakt ging es bei heimkino. diesen Mittwoch kühl und kalkuliert weiter. „Sicario“ von Denis Villeneuve erzählt davon, wie schnell sich moralische Prinzipien auflösen, wenn sie mit der blanken Realität konfrontiert werden. Das Monatsthema „Uppers and Downers“ wird damit um eine entscheidende Perspektive erweitert – weg vom subjektiven Erleben des Rausches hin zu den gewaltsamen Strukturen, die ihn überhaupt erst möglich machen.
Fear and Loathing in Las Vegas
Manche Filme versteht man und manche Filme erlebt man. „Fear and Loathing in Las Vegas“ von Terry Gilliam gehört unbestreitbar zur zweiten Kategorie. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Hunter S. Thompson entsteht ein audiovisuelles Delirium, das nicht nur die Wahrnehmung seiner Figuren zerlegt, sondern auch die des Publikums. Als Auftakt des April bei heimkino. zum Thema „Uppers and Downers“ begibt sich der Film direkt in das Zentrum des Drogenrausches und zieht seine Zuschauer hinein in eine Welt, in der Logik, Zeitgefühl und Realität zunehmend ihre Bedeutung verlieren.
„Uppers and Downers“ - April 2026
Im April wird heimkino. zum Tripsitter: Unter dem Monatsthema „Uppers and Downers“ begibt sich das Programm diesen Monat auf eine Reise durch Rauschzustände, Abstürze und alles dazwischen. Fünf Filme, fünf sehr unterschiedliche Perspektiven auf Drogen – mal ekstatisch, mal erschütternd, mal beiläufig im Alltag verankert. Die Filme im April erzählen von Sehnsucht, Kontrollverlust und Grenzerfahrungen. Der Kinosaal ist der perfekte Ort, um diese Zustände gemeinsam zu durchleben, mit genügend Abstand zur Realität, aber nah genug, um ihre Wirkung zu spüren.