Sisi & Ich
Laura Sternberg Laura Sternberg

Sisi & Ich

Das deutsche Kino hat mit vielen Klischees und Vorurteilen zu kämpfen, die ehrlicherweise leider oft zutreffen. Doch dann gibt es Filme wie „Sisi & Ich“, die zeigen, dass deutscher Film so viel mehr zu bieten hat als problematischen Humor und eindimensionale Figuren. Regisseurin Frauke Finsterwalder schafft hier einen historisch inspirierte Film, der nicht ehrfürchtig  vor seiner Vorlage erstarrt, sondern pulsiert und provoziert. Statt überladenem Kaiserkitsch bekommt das Publikum eine teils grostesk-komische, teils melancholische und queer codierte Auseinandersetzung mit Einsamkeit, Projektion und Schönheitsdruck.

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Down With Love
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Down With Love

Bevor Regisseur Peyton Reed mit den „Antman“-Filmen Mainstream-Erfolg hatte, schuf er mit „Down With Love“ eines der formal konsequentesten Studioexperimente der 2000er-Jahre. Als der Film erschien, hielten ihn manche für eine bloße Stilübung, während andere ihn als oberflächliche romantische Komödie abstempelten. Tatsächlich aber ist „Down With Love“ ein sehr künstlerischer, ironischer und erstaunlich kluger Film über Geschlechterrollen, Sexualpolitik und die Konstruktion romantischer Fantasien im amerikanischen Kino der 1960er.

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Carol
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Carol

In einer Gesellschaft, in der Liebe nur innerhalb fester Normen akzeptiert wird, kann bereits ein einziger Blick zum Risiko werden. In genau diesem Spannungsfeld bewegen sich die Protagonistinnen in Todd Haynes’ „Carol“. Basierend auf dem 1952 erschienenen Roman „The Price of Salt“ von Patricia Highsmith erzählt der Film von einer queeren Liebe, die sich ihren Platz in einer Welt erkämpfen muss, die für sie keinen vorgesehen hat.

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The Favourite
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The Favourite

Kostümdramen versprechen normalerweise Eleganz, höfische Etikette und politische Intrigen mit stilvoller Distanz. Doch Yorgos Lanthimos’ „The Favourite“ interessiert sich nicht für Würde. Der Film reißt dem historischen Prestige-Kino die Perücke vom Kopf und zeigt eine Welt, in der Macht nach Schweiß riecht, Liebe zur Waffe wird und Einsamkeit jede Beziehung vergiftet. Lanthimos verwandelt den britischen Hof in einen absurden Mikrokosmos voller Unsicherheit, Begehren und Rivalität.

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„Love Me, Love Me Not“ - Mai 2026
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„Love Me, Love Me Not“ - Mai 2026

Wenn wir von Liebe im Kino sprechen, denken wir oft an große Gesten, Schicksalsbegegnungen und glückliche Enden. Doch Beziehungen sind selten so eindeutig. Was von außen wie Liebe, Bewunderung oder tiefe Verbundenheit erscheint, entpuppt sich auf den zweiten Blick oft als kompliziertes Geflecht aus Sehnsucht, Abhängigkeit und unausgesprochenen Erwartungen. Unter dem Monatsthema „Love Me, Love Me Not“ widmet sich heimkino. Köln im Mai genau diesen ambivalenten Verbindungen und versammelt vier Filme, die genau dorthin schauen, wo Liebe widersprüchlich wird.

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