„Poetry in High Speed“ - Februar 2026

Stillstand ist keine Option. Wenn Kino beschleunigt, bleibt keine Zeit zum Durchatmen: Bilder jagen nach vorn, der Sound treibt den Puls, der Schnitt übernimmt das Kommando. Geschwindigkeit wird zum Gefühl, zur körperlichen Erfahrung und manchmal zur Poesie. Genau hier setzt heimkino im Februar 2026 an. Unter dem Oberthema „Poetry in High Speed“ geht es um Filme, die nicht nur schnell sind, sondern Tempo selbst zum Erzähler machen.

Das Projekt heimkino besteht seit Februar 2024 in Zusammenarbeit der flugmodus GmbH mit dem Kino CINENOVA in Köln Ehrenfeld. „Mit unserem Projekt möchten wir für die Community von Film- und Kinoliebhaber*innen ein Zuhause schaffen. Im Rahmen dieser Reihe bringen wir jeden Mittwoch Filmklassiker und unbekannte Meisterwerke auf die Leinwand zurück. Ein Monat widmet sich immer einem gemeinsamen Oberthema. Dadurch möchten wir dem Publikum unterschiedliche Filmperspektiven zum selben Thema anbieten, gemeinsam Antworten finden und neue Fragen stellen.“ Was mit einem kleinen Publikum begann, hat sich inzwischen zu einem Treffpunkt für Filmfans aus Köln und Umgebung entwickelt. Jedes Monatsprogramm ist mit Liebe zum Detail zusammengestellt.

"The French Connection" William Freidkin

“The French Connection” © 20th Century Fox

Für die Filmauswahl im Februar verantwortlich ist Leon Schumacher aus dem heimkino-Team. Zum Entstehungsprozess seines Themas erzählt er: „Neben der Musik kann keine Kunstform Tempo so gut abbilden wie der Film. Die Filme diesen Monat zeigen, dass eine simple Handlung genügen kann, um große Filmkunst zu schaffen. Denn Filme sind weitaus mehr als ihre Story und das wird oft vergessen. […] Außerdem interessiert mich, wie gut oder schlecht ‚Crank‘ gealtert ist. In meiner Jugend war der ein großes Ding, ist dann aber irgendwie komplett in Vergessenheit geraten.“

Eröffnet wird das Monatsprogramm ausnahmsweise an einem Dienstag von William Friedkins „The French Connection“. Die Geschwindigkeit entsteht in diesem Film aus dem Chaos einer Stadt, die niemals still steht. Weiter geht es mit „Speed“ von Jan de Bont, der nach dem Startschuss keine Pause mehr erlaubt. Der Name ist Programm: Jede Entscheidung zählt, jeder Stillstand wird zur Bedrohung. Auch „Mad Max: Fury Road“ von George Miller entfaltet seine Handlung fast ausschließlich in Bewegung und Hochgeschwindigkeit. Dialoge sind knapp, in einer Welt getrieben von einem stetigen Streben nach vorn. Schließlich beendet Brian Taylor und Mark Neveldines „Crank“ den Monat und macht Tempo zur existenziellen Notwendigkeit: Bewegung bedeutet Leben, Stillstand bedeutet Tod.

Keanu Reeves "Speed" Jan de Bont

“Speed” © 20th Century Fox

„Die Filme erzählen nicht nur von der Geschwindigkeit, sie erzählen mit der Geschwindigkeit. Das Tempo ist kein Mittel zum Zweck, sondern essenzieller Teil der Handlung und das spürt das Publikum.“

Gemeinsam zeigen die vier Filme, dass Geschwindigkeit weit mehr ist als ein reines Stilmittel für Action und Thrill. Sie wird zur erzählerischen Strategie und zum Ausdruck eines bestimmten Blicks auf Welt, Körper und Zeit. Figuren geraten unter Zugzwang, Systeme geraten außer Kontrolle, Räume werden enger, Zeit wird knapper. Ob Verfolgungsjagd, endlose Wüste oder urbaner Albtraum: Die Welt dieser Filme lässt ihren Protagonist*innen keinen Raum zum Innehalten. Über mehr als vier Jahrzehnte Filmgeschichte hinweg entsteht im heimkino-Februar so ein Dialog darüber, wie Kino unsere Wahrnehmung von Zeit verdichtet, Spannung an ihre Grenzen bringt und das Publikum bis zum Abspann an die Leinwand fesselt.

"Mad Max: Fury Road" George Miller

“Mad Max: Fury Road” © Village Roadshow Films (BVI) Limited

Die Spielzeiten für den Februar 2026 bei heimkino sind wie folgt:

03.02.  „The French Connection“ (ausnahmsweise mal an einem Dienstag)

11.02.  „Speed“

18.02. „Mad Max: Fury Road“

27.02. „Crank“

Die Vorstellungen starten jeweils um 20 Uhr. Tickets gibt es auf der CINENOVA-Website. Weitere Infos und Gewinnspiele für Freikarten sind auf dem heimkino-Instagram zu finden.

Der Februar bei heimkino steht ganz im Zeichen der Beschleunigung und zeigt, wie intensiv Kino sein kann, wenn es keine Pause kennt. „Poetry in High Speed“ lädt dazu ein, sich diesem Tempo bewusst auszusetzen – nicht als reiner Adrenalinkick, sondern als cineastische Erfahrung, die Körper und Wahrnehmung gleichermaßen fordert. Leon meint: „Jeder Film sollte im Kino geschaut werden, aber gerade große Actionfilme wie ‚Speed‘ und ‚Mad Max: Fury Road‘ wirken im Kino auf eine Weise, wie sie es nirgendwo anders können. […] Lasst euch drauf ein! Und wenn ihr mit zwölf ‚Crank‘ geschaut habt und den supercool fandet, dann kommt vorbei und wir finden heraus, ob das immer noch so ist.“

"Crank" Brian Taylor, Mark Neveldine

“Crank” © D.R.

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