“Cinema serves as a constant reminder to us of who we are and what we are made of.”
- Demian Bichir
Donkey Days
Mit ihrem zweiten Langspielfilm legt Regisseurin Rosanne Pel ein Werk vor, das auf erfrischende Weise mit vielen Konventionen und Klischees der deutschen Filmlandschaft bricht. „Donkey Days“ ist schwarze Komödie, absurdes Familiendrama und psychologische Studie zugleich. Vor allem aber ist es ein Film über die Narben, die familiäre Machtverhältnisse und Rollenbilder hinterlassen und über die Frage, ob man sich nach einer langen Zeit des Aushaltens überhaupt noch von ihnen lösen kann.
Tanz der Titanen (Rumours)
Ein jeder Bewohner eines Landes wünscht sich wohl, dass das Staatsoberhaupt seiner Nation krisenfest ist und in Notlagen einen kühlen Kopf bewahrt. Dass das hinter verschlossenen Türen nicht immer der Fall sein wird, kann man sich wohl denken und so tat es auch Regisseur Guy Maddin. In seiner überspitzen politischen Satire „Tanz der Titanen“ (Originaltitel: „Rumours“) gewährt er einen fiktiven Einblick in ein Gipfeltreffen, in dem die Oberhäupter der G7-Nationen in eine surreale Odyssee geraten.
Islands
Jan-Ole Gerster, der das Publikum vor mehr als 10 Jahren mit „Oh Boy“ in Berlin-Melancholie versinken ließ, liefert mit „Islands“ nun erneut eine faszinierende Charakterstudie. Mit stiller Intensität, getragen von hypnotischen Bildern und einer schleichenden Unruhe erzählt der Regisseur die Geschichte eines Urlaubs, der zur Zerreißprobe wird. „Islands“ - ein Film wie eine Fata Morgana: flirrend, verführerisch und nie so, wie es im ersten Moment scheint.